Landtagsfraktion

Darstellendes Spiel – Minister präsentiert ein Stück aus dem Tollhaus

18. Februar 2016

Mathias Brotkorb

Mathias Brotkorb
Foto: Stefanie Link

Zur Rettung der Theaterlandschaft im Land hat Bil­dungsminister Mathias Brodkorb die Ein­führung des Faches „Darstellendes Spiel“ an den Schulen ange­kündigt – ohne zusätzliche Stunden dafür bereit zu stellen. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Links­fraktion, Simone Oldenburg:

„Die Ankündigung gleicht erneut einem Stück aus dem Tollhaus. Dieses Fach, das Minister Brodkorb heute ins Gespräch gebracht hat, gibt es in M-V bereits seit Anfang der 90er Jahre. Es gibt einen Rahmenplan – allerdings stehen dafür keine Unterrichtsstunden zur Verfügung. Dies kann Minister Brodkorb ändern – er hat aber heute signalisiert, dass er dies nicht vorhat.

‚Darstellendes Spiel‘ war ein ordentliches Unterrichtsfach und lange Zeit das Ersatzfach für evangelische Religion. Es ist bis heute keiner Schule verboten, dieses Fach im Wahlpflichtunterricht, im Ganztagsschulbereich oder an der Grundschule in der vollen Halbtagsschule zu unterrichten.

Wenn Minister Brodkorb das Fach ‚Darstellendes Spiel‘ so wichtig ist und es zum Erhalt der Theaterlandschaft beiträgt, dann erwarten die Schulen zu Recht auch die dafür erforderlichen Unterrichtsstunden.“

Zusätzlicher Deutschunterricht statt konzeptionsloses Umschaufeln

21. November 2015

Simone OldenburgSimone Oldenburg
MdL Die Linke M/V

Zu den Plänen von Bildungsminister Mathias Brodkorb, den Deutschunterricht zu Lasten des Sach- und Englischunterrichts zu stärken, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Seit Jahrzehnten wird in der Grundschule Unterricht umgeschaufelt, aus Deutsch mach Englisch und wieder zurück. Dieses sinn- und konzeptionslose Umschaufeln muss ein Ende haben, die Kinder an den Grundschulen brauchen stattdessen zusätzliche Unterrichtsstunden.

Wenn sich der Bildungsminister bei seinen vermeintlichen Neuerungen auf die DDR-Zeiten bezieht, dann muss er auch die Stundenausstattung mitliefern. In der DDR hatten die Schülerinnen und Schüler durchschnittlich 13 Wochenstunden Deutschunterricht – heute sind es – nach der ‚Neuerung‘ – mickrige 7 Stunden. Wenn ich mir die Rechtschreibleistungen aus DDR-Zeiten wünsche, muss ich auch die Unterrichtsbedingungen dafür schaffen.

Der Versuch, Wissenslücken im Deutschunterricht dadurch zu schließen, indem Lücken im Sach- und Englischunterricht gerissen werden, wird nach hinten losgehen. Die Kinder und Jugendlichen werden so Kompetenzen beraubt, die für ihren weiteren Lebensweg unerlässlich sind.

Wohlfühlumfragen wie: ‚Sind Sie für mehr Deutschunterricht?‘ spiegeln im Übrigen nicht das tatsächliche Meinungsbild der Lehrkräfte. Hier soll lediglich hoheitliches Ministerhandeln im Nachhinein abgesegnet werden.“

Verbeamtung von Lehrkräften in M/V löst vielschichtige Probleme an Schule nicht

05. August 2013

Simone OldenburgSimone Oldenbung, MdL, Die Linke

Nach Ansicht der bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, vermag die Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern in MV die komplexen Probleme im Bereich Schule und Bildung nicht lösen.

„Es ist grotesk, wenn sich SPD und CDU heute mit der Verbeamtung von Referendarinnen und Referendaren einer historischen Tat brüsten und verkünden, damit die Qualität an Schulen zu sichern“, erklärte Frau Oldenburg am Donnerstag. Bessere Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer oder dringend erforderliche Förderstunden für die Kinder seien damit jedenfalls nicht geschaffen. „Die Landesregierung hat nicht den Mut und ist zu knausrig, tatsächlich mehr Mittel für die Verbesserung von Schule und Bildung zu investieren“, betonte Frau Oldenburg. Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit von guten Schulen und gutem Unterricht basierten nicht auf dem beruflichen Status der Lehrkräfte. „Dabei ist die Verbeamtung nur ein Verschiebebahnhof, wenn die Pensionen für die Beamtinnen und Beamten anfallen, muss das Land tief in die Tasche greifen.“

„Mit der Verbeamtung von Lehrkräften, die nicht über 40 Jahre alt sind, werden wir künftig ein 3-Klassen-System in den Lehrerzimmern haben“, sagte Frau Oldenburg. „Neben den Beamtinnen und Beamten haben wir 10 000 Lehrerinnen und Lehrer in MV, die im Angestelltenverhältnis verbleiben. Und die niedriger bezahlten Lehrkräfte an den Grundschulen schauen weiter mit dem Ofenrohr ins Gebirge, denn es soll weiterhin gelten: Kleineres Geld für den Unterricht kleinerer Kinder“, so Frau Oldenburg. „Das ist ein unhaltbarer Zustand.“

MV noch weit entfernt von konzeptioneller guter Bildungspolitik

31. Juli 2013

Simone OldenburgSimone Oldenbung, MdL, Die Linke

Die Linksfraktion wünscht allen Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften und Eltern einen guten und möglichst reibungslosen Start ins neue Schuljahr. „Angesichts der vielen Probleme im Bereich Schule ist allen Beteiligten nur zu wünschen, dass sie mit viel Kraft und Engagement den Schulalltag meistern“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, am Dienstag.

Aus Sicht der Bildungspolitikerin ist die gravierende Kürzung der Förderstunden für Kinder mit Lese- und/oder Rechtschreibschwäche besonders kritikwürdig. „Gerade diese Kinder brauchen unsere Unterstützung, damit sie einen Schulabschluss erreichen können“, so Frau Oldenburg. Auch vor dem Hintergrund der deutschlandweit höchsten Schulabbrecherquote sei dies unverantwortlich. „Und wer nicht weiß, inwieweit punktuelle Veränderungen dazu beigetragen haben, die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss zu senken, wird dieses Ziel nicht erreichen.“ So wisse die Landesregierung nicht, was aus den Kindern mit den Förderschwerpunkten ‚emotional-soziale Entwicklung‘ sowie ‚Lernen‘ geworden ist, die seit 2010/2011 gemeinsam in den Grundschulen unterrichtet werden.

Das Fehlen von über 100 Schulleiterinnen und Schulleitern sowie deren Stellvertretern sei beredter Ausdruck der herrschenden konzept- und orientierungslosen Schulpolitik. „Eine Schule ohne Leitung ist wie ein Schiff ohne Kapitän und Kompass, hier setzt sich im Kleinen fort, was die Bildungsflotte in MV insgesamt auszeichnet“, sagte Frau Oldenburg. Frühzeitige Ausschreibungen der Funktionsstellen, systematischen Fortbildung für künftige Leiter dort wo sie gebraucht werden, ist nicht zu viel verlangt, sondern sollte die Arbeit der Schulämter sein. Mit einem „von der Hand in den Mund“ in der Bildungspolitik wird Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin keine Erfolgsgeschichte schreiben. Verantwortung muss von den Staatlichen Schulämtern übernommen werden und gleichzeitig muss die Attraktivität dieser Leitstellen erhöht werden, um Anreize für Lehrkräfte zu schaffen, Posten zu übernehmen. Als fahrlässige Fehlentwicklung bezeichnet Frau Oldenburg den Stopp des Ausbaus von Ganztagsschulen. „Obwohl die Landesregierung u.a. in der Koalitionsvereinbarung eine Stärkung dieser Schulart angekündigt hat, wurde die weitere Förderung auf Eis gelegt.“ Auch die rein statistisch besetzten Lehrerstellen seien mit Vorsicht zu genießen. Die Einstellung von Lehrkräften erfolge in MV auf den letzten Drücker, es lasse sich schwerlich sagen, wie viele Stellen mit Schuljahresbeginn tatsächlich besetzt sind. „Auch der grundsätzlich bewährte Einsatz von Vertretungslehrkräften ist leider noch nicht gesichert.“

Nicht zuletzt kritisiert Frau Oldenburg, dass das Bildungsministerium die Archivierung von Klassenarbeiten abschaffen will. „Hier wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht, denn in MV ist nirgends geregelt, ob und in welchem Umfang Klassenarbeiten geschrieben werden müssen. Erst wenn dies geregelt ist, kann der Minister über die Archivierung nachdenken.“

Wahlkampfendspurt in Grevesmühlen

02. September 2011

Am Sonntag dem 04. September ist der Wahltag in Mecklenburg-Vorpommern und somit auch in Nordwestmecklenburg. Wahlen zum neuen Landtag, zum neuem Kreistag, zu einem neuen Landrat/in und zu einem neuen Kreisnamen. Heute um 13.00Uhr war in Grevesmühlen der Wahlkampfendspurt der Linken. Die Landtagskandidatin Simone Oldenburg hatte sich noch einmal prominente Verstärkung eingeladen. Helmut Holter erläuterte vor den anwesenden Grevesmühlener Bürger die eigene Ziele der Linken, die diese in den neuen Landtag einbringen wollen. Gregor Gysi erläuterte ausführlich die linken Ziele die unsere Partei verstärkt in die Bundespolitik einbringen möchte.

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Aber die klareste Botschaft war und ist, gehen Sie zur Wahl, nehmen sie ihr Bürgerrecht war und wählen sie aus den demokratischen Parteien ihre Volksvertretung.

Helmut Holter schaltet sich ein

26. August 2011

Hier nun das Video aus der Rostocker Geschäftsstelle der Partei DIE LINKE, zur Sendnung des NDR am 30.08.2011!

Wegen des Ausschlusses des Spitzenkandidaten der LINKEN, Helmut Holter, vom TV-Duell vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern startet DIE LINKE ein Experiment politischer Kommunikation. Moderiert von Gregor Gysi wird sich Holter aus einem anderen Studio heraus live und online in das Frage- und Antwortspiel mit den Spitzenkandidaten von SPD und CDU einschalten. Sie können an diesem Event am 30. August von 21 bis 22 Uhr online unter www.die-linke-mv.de teilhaben oder in die Rostocker Geschäftsstelle der Partei DIE LINKE, Stephanstraße 17 kommen. Interessierte und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

„Der NDR hat aus fadenscheinigen Gründen die Teilnahme von Helmut Holter am TV-Duell abgelehnt. Nun stehen sich in dem vermeintlichen Duell die zwei Regierungspartner gegenüber, der Kandidat der größten demokratischen Opposition erhält keine Gelegenheit, seine inhaltlichen Angebote in dieser Sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu unterbreiten. Das finde ich nicht souverän und ich finde auch, dass der Sender damit den Auftrag des NDR-Staatsvertrags nicht erfüllt. Darum machen wir nun unser eigenes Angebot und freuen uns auf viele Zuschauer“, erklärte der Landesvorsitzende der LINKEN Steffen Bockhahn.

Ministerpräsidentenkandidat Helmut Holter DIE LINKE besuchte Grevesmühlen

15. August 2011

Helmut Holter und Simone OldenburgHelmut Holter und Simone Oldenburg

Am 15.08.2011 war der Fraktionsvorsitzende der derzeit größten Oppositionspartei im Landtag, auch in Grevesmühlen um sich vor Ort ein Bild zu machen. Helmut Holter besuchte gemeinsam mit der Landtagskandidatin Simone Oldenburg das ÜAZ im Grünen Weg und stellte sich den Fragen der Anwesenden. Schwerpunktthema am heutigen Tage war MV zahlt Mindestlohn und die aktuellen Forderungen der Linken an die Bildungspolitik! Um 15.00 Uhr traf Helmut Holter und Simone Oldenburg am Infostand der Linken auf dem Grevesmühlener Marktplatz ein. Hier und in der Wismarschen Straßen stellten sich beide KandidatInnen den Fragen der Passanten. Immer wieder wurden sie auf die derzeitige Bildungspolitik und die Lehrersituation in Mecklenburg-Vorpommern angesprochen. Mit Simone Oldenburg stellt sich eine Kandidatin zur Landtagswahl, die weiss das es um die Gegenwart und Zukunft unserer Kinder geht und somit möchte sie ihre Erfahrungen, ihre Vorstellungen in die Bildungspolitik des Landes einbringen.

Schwierige Fraktionsarbeit im Landtag

03. Februar 2010

Anträge der Fraktion Die Linke haben es schwer im Landtag. Wieder wurden in der Landtagssitzung mehrere Anträge unserer Partei abgelehnt. Darunter waren Anträge wie :

  • „Erschließung zum Fritz-Reuter.Jahr 2010“
    Am 07. November 2010 ist der 200. Geburtstag von Fritz Reuter. Wegen seiner Bedeutung weit über regionale und Landesgrenzen hinaus sollte der Landtag das Jahr 2010 zum Fritz-Reuter-Jahr erklären und seinen Beitrag dazu leisten, Leben und Werk dieses „großen Sohnes“ des Landes zu würdigen.
    Abgelehnt!
  • „Konkrete Ausgestaltung der Europäischen Bürgerinitiative aktiv unterstützen“
    Mit dem Vertrag von Lissabon wurde die Bürgerinitiative eingeführt. Die Bürgerinitiative muss noch konkret geregelt werden. Die Linken wollten, dass M/V hier seine Erfahrungen einbringt.
    Abgelehnt!
  • „Nachbarrecht“
    Der Entwurf der Linken über ein Nachbarrechtsgesetz M-V wurde schon im Oktober abgelehnt. In der Auseinandersetzung u.a. mit dem Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen wurde allerdings überwiegend die Auffassung vertreten, dass ein solches Gesetz erforderlich ist. Der Entwurf regelt das private Nachbarrecht und definiert den Grundsatz der Beziehungen benachbarter Grundstückseigentümer.
    Abgelehnt!

Ohne weitere Worte!