«The Brussels Business» ist das bisher grösste Projekt des aus Wien stammenden Dokumentarfilmers Friedrich Moser. Vier Jahre lang dauerten die Recherche- und Filmarbeiten für den spannend inszenierten Report über die Lobbyisten-Szene in Brüssel. Moser und Co-Autor Matthieu Lietaert aus Belgien präsentierten ihr Werk letzte Woche in Brüssel. Nach dem Start am 16. März in Österreich soll «The Brussels Business» in möglichst vielen Ländern gezeigt werden.
In dem kürzlich veröffentlichten Film erzählen der Belgier Matthieu Lietaert und der Österreicher Friedrich Moser die «inoffizielle Version der Europäischen Einigung». Der Film ist eine Expedition in die Welt der rund 15’000 Lobbyisten in Brüssel, ihrer Netzwerke der Macht sowie ihrer engen Verflechtung mit den politischen Eliten. Nicht zuletzt thematisiert er auch die Grauzonen zwischen Politik und Korruption. Der Macher von «The Brussels Business» ist keinesfalls ein Gegner der EU – ganz im Gegenteil. Ihn umtreibt aber die Sorge, dass die Demokratisierung in Europa nicht vorwärtskomme, derweil die Mitgliedsstaaten der EU immer mehr Souveränität abgeben müssten.
In Brüssel gilt «ein Euro, eine Stimme» statt «eine Person, eine Stimme»
Quelle: tagesanzeiger.ch


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